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Judentum
 

Beginnen wir ganz am Anfang mit Juda Stammvater des Stammes Juda, Sohn des Jakob und der Lea. Der wichtigste israelitische Volksstamm, der sich nach der Einwanderung in Palästina im Süden des Landes in dem Gebiet um Hebron und um Jerusalem ansiedelte. Jerusalem war um 1000 v. Christus durch die Eroberung durch David zur Hauptstadt geworden. Das Reich Israel wurde in das Nord- und Südreich unterteilt und nach dem Tod Salomons (926 vor Christus) blieb das Königtum von Juda „im Hause Davids“.
722 vor Christus überdauerte Juda dem Ansturm der Assyerer.
587 vor Christus verlor Juda nach der Zerstörung Jerusalems die Eigenständigkeit an die babylonische Großmacht.
455 vor Christus wurde Juda wieder eine eigenständige Provinz im persischen Weltreich.

Juda als eigenständige Provinz wurde zum Fixpunkt der Juden, die aus der babylonischen Gefangenschaft nach Hause kehrten. Während des jüdischen Kriegs erhielt das gesamte Gebiet Palästina den amtlichen Namen Judäa und wurde 66-79 vor Christus, nach dem Krieg zur römischen Provinz erklärt.

Juden, aus dem hebräischen jehudi übersetzt, ist die Bezeichnung nach dem Alten Testament der Angehörigen des Stammes, (der Bewohner) des Südreichs Juda wie oben beschrieben. Juden ist die Gesamtbezeichnung für die Angehörigen des Volkes Israel insgesamt und wurde in der späteren Diaspora auch die Selbstbezeichnung des Volkes. (Diaspora stammt aus dem grch. und bedeutet „Zerstreuung“ eine zerstreut lebende religiöse Minderheit sowie das Gebiet, das diese bewohnt, unter Andersgläubigen. Das Diaspora Judentum als die Gesamtheit der dauernd außerhalb des jüdischen Staates lebenden Juden.)

Seit der Zeit der babylonischen Gefangenschaft ist „Jude“ ein ethnischer und religiöser Begriff zugleich geworden und beschreibt die Angehörigen des jüdischen Volkes und deren bekennenden Verpflichtung des einen Gottes (hebräisch: jahwe) nach dem jüdischen Religionsgesetz.

Nach dem rabbinischen Verständnis ist der Mensch Jude, der von einer jüdischen Mutter abstammt oder zum Judentum übergetreten ist.
Die liberalen jüdischen Kreise der heutigen Zeit betrachten das Judentum als reine Religionsgemeinschaft.
Die in Israel dominierenden konservativ-orthodoxen Kreise (vor allem die durch den Zionismus geprägten)halten streng an der traditionellen Einheit von jüdischem Volk und Religion fest.

Die Juden verstehen sich unter ethnischen Gesichtspunkten als die Nachkommen Abrahams und gelten theologisch als die Träger der von Gott gegebenen Verheißung (1. Mose 17).

Der Jerusalemer Tempel stellte den alleinigen Mittelpunkt mit der Jerusalemer Tempelpriesterschaft, als der alleinige Träger der jüdischen Religion, bis zur Kultzentralisation durch König Salomo und bis zur Zerstörung des zweiten jüdischen Tempels durch die Römer 70 nach Christus dar. Alle Religionsfragen kamen zur verbindlichen Entscheidungsvorlage vor den jüdischen Hohen Rat (Synedrion). Seit dem 2. Jahrhundert vor Christus galt dieser als die oberste Behörde.
Nach Zerstörung des Tempels und der Entstehung der weltweit jüdischen Diaspora wurde die Synagoge, die im Exil entstand, zum Mittelpunkt. Die Pharisäer als Repräsentanten der jüdischen Lehrtradition und Lehrdiskussion (Schriftgelehrte) wurden die Träger der jüdischen Religion (siehe hierzu unter Christentum: Pharisäer und Schriftgelehrte).

Der Opferdienst im Tempel wurde durch das Lesen und Studieren der Thora (Bezeichnung im Judentum für die fünf Bücher Mose, die als „Thora“ – hebr. „Lehre“, „Weisung“ die „schriftliche Thora zusammen mit dem Talmud enthaltenen („mündlichen Thora“ )das jüdische Religionsgesetz bilden. Die geschriebenen Thora – Rolle gilt als die Gesetzesrolle. Die fünf Bücher Mose nennt man im griechischem Pentateuch. Der Pentateuch ist das Ergebnis eines langen mündlich und schriftlichen (9-6. Jahrhundert vor Christus) Überlieferungsprozesses.

Prägend für die mystische Richtung des jüdischen Denkens wurde seit dem 12. Jahrhundert die Kabbala. Kabbala (hebr. Überlieferung) ist die Bezeichnung für die seit dem 13. Jahrhundert gebrauchte Bezeichnung der jüdischen Mystik und religionsphilosophischen Geheimlehre. Ein Kabbalist verbindet tradtitionelle jüdische Exegese mit Elementen der Gnosis, des Pythagoreismus, des Neuplatonismus und exklusiv-mystischer Frömmigkeit. Als erste kabbalistische Schrift gilt „Das Buch Bahir“ (hebr. „hell“, „klar“) von Isaak dem Blinden . Das klassisch kabbalistische Werk ist das Buch Sohar (hebr. „Lichtglanz) welches Ende des 13. Jahrhunderts anonym verfasst wurde. Gemeinsam bilden diese Werke die Grundlage. Die Lehre der kabbalistischen Spekulation ist die Anschauung der vier Welten und zehn Sphären, in denen sich die göttlichen Kräfte abgestuft entfalten und das Geschehen in der materiellen Welt bestimmen.

Ein Kabbalist vermag dieses Geschehen durch seine Frömmigkeit positiv beeinflussen. Das Böse gilt als „die andere Seite“ und erhält vom Kabbalist seine eigene Machtzusprechung. Im 13. Jahrhundert gelangte die Kabbala zur Hochblüte. Azriel (1160-1238), Moses ben Nachman (1194-1270), Abraham Abulafia (1240-1291) verbreiteten die Kabbala in der Zeit über die gesamte Diaspora. Hier verband sich die Kabbala mit messianischen Hoffnungen, Volksglauben und der Magie der Zahlenmystik und beeinflusste den Chassidismus (entsteht in Kürze eine eigene Rubrik) wesentlich.
 

Judentum - zweiter Teil

Das Judentum kennzeichnet ein starker Monotheismus. Grundlage der jüdischen Religion ist das Bekenntnis zu dem einen Gott (hebr. Jahwe). Dem einen Gott, dem der Mensch ohne Mittler gegenübersteht. Der Wille Gottes ist für die Menschen verbindlich in der Thora niedergelegt und das zentrale Gebot für die Menschen, den Willen Gottes auszuführen ist die Nächstenliebe 3. Mose 19.18) Gottes Wille ist die Bestimmung das Leben „Des Frommen in Israel“ Gott und seinen Mitmenschen zu dienen.

Die gute Schöpfung Gottes ist die Welt, über die der Mensch gesetzt wurde um sie „zu bebauen und bewahren“ (1.Mose 2,15). Am Ende der Zeiten wird der Messias das Reich Gottest als Reich des Freidens für die Juden und die „Gerechten“ aller Völker aufrichten. Der Messias entstammt dem Geschlechte Davids.

Messias (von hebr. „Gesalbter“). Im Alten Testament und Judentum ursprünglich der durch Salbung eingesetzte König (2.Sam.22,51). Nach dem Tode Salomons und dem Verfall des Reiches ist Messias der Inbegriff des erhofften idealen Herrschers aus dem Stamme Davids, der es wieder herstellen wird. Die jüdische Geschichte weist wiederholt messianische Bewegungen auf. Die größte Bedeutung erlangte der von Bar Kochba (hebr. „der Sternensohn“ war der Beiname von Simon ben Kosiba, ein jüdischer Freiheitsheld. Er war Führer des 132-135 nach Christus jüdischen Aufstands gegen die Römer in Palästina und galt als Messias und „Fürst Israels) geführte Aufstand und das Auftreten Sabbatai Zwis ( 1626 bis 1676 nach Christus).

Er verband die populär-kabbalistische Vorstellungen mit den messianischen Erwartungen seiner Zeit und trat seit 1648 öffentlich in Smyrna auf, das er nach Auseinandersetzungen jedoch 1651 wieder verließ. 1665 ließ er sich selbst in Palästina zum Messias ausrufen und sammelte eine große Anhängerschaft. 1666 wurde er von den osmanischen Behörden vor die Wahl gestellt: Hinrichtung oder Übertritt zum Islam. Er trat zum Islam über und wurde 1672 wegen Umtriebe seiner Anhänger verhaftet und verbannt. Der Sabbatianismus verbreitete sich vor allem in der Türkei, Italien, Polen und dem Amsterdamer Judentum und lebte im osteuropäischen Chassidismus weiter) die größte Bedeutung. Das Neue Testament und frühe Christentum sahen in Jesus Christus die messianischen Erwartungen des Alten Testaments erfüllt.

Die biblischen Kernereignisse von Gottes Bundesschluss mit Abraham und seine Verheißung an dessen Nachkommen (1.Mose 17), Israels Befreiung aus Ägypten (2. Mose 3/14) und gottes Offenbarung und Israels Erwählung am Sinai (2. Mose 19) stellen das Fundament des jüdisch-religiösen Selbstbewusstseins dar.

Dogmatik im eigentlichen Sinn kennt das Judentum gar nicht. Das jüdisch – theologische Denken ist durch die durch Jahrhunderte ununterbrochene Diskussionen und Interpretationen der in Thora und Talmud vorgegebenen Tradition durch die verschiedenen rabbinischen Schulen gekennzeichnet. Neben der Thora(wörtliche Offenbarung Gotte) sieht die jüdische Orthodoxie auch den Talmud (mehrhundertjähriger Überlieferungsprozess mündlicher und schriftlicher Art. In beiden Textgestalten ein Ergebnis der Sammel- und Lehrtätigkeit der rabbinischen Akademien und Palästina)als von Gott offenbart an. Damit ist er in seinem Gesetzesbestand unveränderlich für das Judentum.

Das Reformjudentum sieht den Ansatz darin, die Thora im jeweils konkreten historischen und sozikulturellen Lebensumfeld der Gemeinde auszulegen. Grundlegend für den reformjüdischen Denksatz ist die Interpretation des Judentums als ethnischer Monotheismus, dessen höchster Wert die Gerechtigkeit und das aus ihr folgende gerechte menschliche Handeln ist.

Grund zu einer Neubesinnung auf das Verhältnis der Juden zum verheißenen Land ist die Gründung des „weltlichen“ Staates Israel für das gesamtjüdische religiöse Denken.

Das Religiöse Leben der Juden und ihre Frömmigkeit sind durch die Aspekte von Gebet, Heiligung des Sabbat, Synagogalgottesdienste mit Lesung und Auslegung der Thora und Propheten, besondere Fasten-, Reinheits-, Speisengesetze und Wohltätigkeit. Religiöse Feste markieren den jüdischen Jahreskreis, in denen Ereignisse der Heilsgeschichte Israels im Glauben vergegenwärtigt werden.

Passah (hebr. Pessach), das Fest zur Befreiung aus Ägypten , die Wüstenwanderung und die Gottesoffenbarung am Sinai, das Laubblütenfest (Sukkoth) und das Wochenfest Schawuot. Das Fest Chanukka und Purim erinnert an die Wiedereinweihung des Tempels und die Rettung der persischen Juden nach Est. 9,20-32. Eingeleitet wird das jüdische Jahr durch das Neujahrsfest Rosch-ha-Schana. Der höchste jüdische Feiertag ist Jom Kippur (Versöhnungstag). Die jüdische Zeitrechnung (Kalender) hat ihren Anfangspunkt in der Weltschöpfung. Das Jahr 1993 gregorianischer Zeitrechnung entspricht dem Jahr 5753 jüdischer Zeitrechnung. Das jüdische Glaubensbekenntnis und Hauptgebet ist das Schema Israel („Höre Israel).
 

Judentum und seine Geschichte

Die persische Provinz Juda wurde zum Gebiet der aus der babylonischen Gefangenschaft heimgekehrten Juden. Dort setzen sie ihre Religion gegenüber der vermischten Landbevölkerung allmählich durch. Ihre Orientierung galt streng des Studiums der Thora. Im Laufe der Zeit entstand die Hierarchie der Hohepriester und Synedrion. Judäa wurde 332 vor Christus an das Reich von Alexander dem Großen angegliedert. Die Seleukiden übernahmen die Obrigkeit über Judäa 198 vor Christus. 164 vor Christus erlangte Judäa wieder Religionsfreiheit unter der Führerschaft der Makkabäer. 141 vor Christus erhielt Judäa politische Unabhängigkeit.

Pompeius eroberte 63 vor Christus Jerusalem und die Makkabäerdynastie erlebte starke Einbußen der politischen Macht. Herodes I, der Große etablierte sich dort als römischer Versallenkönig in der Zeit von 37-4 vor Christus. Der Kampf der Zeloten gegen die römische Herrschaft brachte den ersten jüdischen Krieg 66 nach Christus zutage und endete mit der Zerstörung Jerusalems und der Tempel durch die Römer.

70 nach Christus, nach der Niederlage durch die römische Herrschaft begann die Diaspora, die Zerstreuung über Asien, Afrika und Europa. Die Talmud Zeit begann und blieb etwa bis 640 nach Christus. 132-135 unter der Herrschaft Bar Kochbas kam es zu einer nochmaligen Erhebung gegen Rom, die in einer weiteren Niederlage endete. Daraus resultierte eine Einräumung der jüdischen Selbstverwaltung. Diese Selbstverwaltung bestand aus dem Synedrion unter Vorsitz des Patriarchen (Nasi), das jüdische Oberhaupt im Römischen Reich.

Die Mischna entstand etwa um 200. Die schriftliche Niederlegung ihrer Religionstradition als Gesetz fand im 5. und 6. Jahrhundert im Talmud statt. Das babylonische Judentum übernahm ab dem 3. Jahrhundert mit den großen Talmudschulen die Führerschaft.

630 und 640 übernahm das Kalifenreich ein intaktes babylonisches Judentum und es entstand durch diesen engen islamischen Kontakt eine Sprachwissenschaft aus der jüdischen Philosophie und Theologie, die sich die sich an der antiken Philosophie orientierte.

Die Möglichkeiten der Handelskolonien ergab sich für das Judentum in der europäischen christlichen Welt. Durch die Kreuzzüge und der daraus resultierenden Judenverfolgung und –vertreibung durch die Festlegung ihrer Sonderbetrachtung und Judenabzeichen(1215) geriet der Fernhandel jedoch in nichtjüdische Hände. Der Geldhandel blieb in jüdischen Händen, der geächtet von der Umwelt war und als „Wucher“ bezeichnet wurde. 1348-1350 wurden die Juden in Deutschland anlässlich der Pest verfolgt und vertrieben, aus England 1290, aus Frankreich 1306-1394)

Das Hauptgewicht der europäischen Juden verlagerte sich nach Vollendung der Reconquista 1492,(Vertreibung aus Spanien und Portugal) nach Osteuropa /Polen.

Im 18. Jahrhundert entstand aus den Aschkenasim das Ostjudentum, das lange Zeit das Bild des Judentums aufrechterhielt. Ein Kulturbild der strengen Frömmigkeit, festgelegte Kleidung der Tradition, Haartracht und ein Leben im „Schtetl“. Dem aufkommenden Rationalismus im Judentum wurde mit der Kabbala und dem Chassidismus in Osteuropa begegnet.

Die große Erschütterung brachte Sabbatai Zwi im 18. bis ins 20. Jahrhundert hinein. Durch den Sabbatianismus fand die Aufklärung des Judentums in Mittel- und Westeuropa statt und brachte innerjüdische Widerstände zutage. Der Sabbatianismus in seiner Aufklärung forderte die Erneuerung der hebräischen Sprache, eine moderne Erziehung und Überarbeitung der Literatur.

1881/82 kam es zur Resignation der Aufklärer nach den judenfeindlichen Pogromen

1917 erhielt der Zionismus die Unterstützung durch die britische Regierung (Balfour-Deklaration) und stand beim Aufbau einer natürlichen Heimatstätte in Palästina zur Seite, die 1920 zum britischen Mandatsgebiet erklärt wurde. Die zionistische Bewegung wurde durch die Vernichtung eines Drittels des gesamten Judentums während der national-sozialistischen Judenverfolgung, dem Holocaust oder Schoah auf hebräisch bestärkt.

1948 gab es den UN-Beschluß zur Gründung des Staates Israel. Durch diesen Beschluß, sowie der Pioniergesellschaft des jüdischen Palästinas (Jewisch Agency for Palestine) erhielt das Judentum im Staate die Möglichkeit der Selbstentfaltung und Bestimmung über sich selbst.

Das heutige Judentum bestimmt sich durch die Entwicklung von Juden in Israel und in den USA lebenden Juden.






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