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Konfuzianismus

Konfuzius
Kong Qui 551 bis 479 vor Christus
 
Kong Fu Zi, K´ung-futzu (Meister Kong), chinesischer Philosoph und Begründer des Konfuzianismus ist eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der chinesischen Geschichte.

Die literarische Lebensleistung des Meisters ist die Überlieferung der „Fünf Klassiker“. Seine eigene Lehre ist von seinen Schülern in Gesprächen (Lun-yu) festgehalten.

Das Zentrum seiner Lehre bildet die fünf Tugenden: Pietät, Loyalität, Rechtlichkeit, Zuverlässigkeit und Bescheidenheit.

Konfuzius erlangte den größten, bis heute andauernden Einfluss auf die Entwicklung der chinesischen Philosophie. Er wird seit Ende des 2. Jahrhunderts vor Christus als geistiger König verehrt. Der traditionellen chinesischen Überlieferung zufolge wird alle 500 Jahre eine bedeutende Persönlichkeit erwartet, die den Staat moralisch erneuerte. Dieser Hintergrund lässt seine schon zu Lebzeiten außerordentliche Verehrung und mythische Überhöhung seiner Person verständlicher werden. Konfuzius wurde noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts, per königlichen Erlaß den höchsten Göttern gleichgestellt.

Zentrales Anliegen des Konfuzianismus sind praxisbezogenes Wissen, gute Führung und angemessene gesellschaftliche Beziehungen. Prägend auf die Lebenseinstellung der chinesischen Gesellschaft und deren Standartwerke sowie bestimmte Lebenmuster lieferte der Konfuzianismus den Hintergrund für politische Themen und Institutionen Chinas. Von China verbreitete er sich über Korea und Japan bis nach Vietnam. Auch weckte er das Interesse abendländischer Gelehrter.

Erhoben zur offiziellen Ideologie Chinas hat er sich nie im Sinne einer Religion mit Kirchen und Priestern institutionalisiert. Konfuzius wurde niemals als Gott angebetet und erhob auch niemals für sich selbst den Anspruch einer Gottheit. Ein ihm geweihter Tempel war nicht als Versammlung- und Anbetungsort gedacht, sondern als öffentliches Gebäude, in dem vorwiegend zum Geburtstag des Meister Zeremonien abgehalten wurden.

Die Grundsätze des Konfuzianismus wurden in neun antiken chinesischen Werken zusammengefaßt und sind das philosophische Erbe von Konfuzius und seinen Anhängern. In zwei Gruppen lassen sich diese Werke unterteilen:
 

Die Fünf Klassiker – Wu Ching

Der Ursprung dieser Schriften geht auf die Zeit vor Konfuzius zurück und enthalten:
1. I-ching – das Buch der Wandlungen
2. Shu-ching – das Buch der Geschichten
3. Shi-ching – das Buch der Lieder
4. Li-chi – das Buch der Sitte
5. Chún-chíu – die Frühlings- und Herbstanalen

Das I-ching ist den Überlieferungen nach im 11. Jahrhundert vor Christus entstanden und ist das Handbuch der Weissagungen. In verschiedenen Anhängen befindet sich der philosophische Teil von dem man sagt, der sei von Konfuzius und seinen Anhängern dazu geschrieben worden.

Shu-ching, ist eine Sammlung von antiken historischen Urkunden.

Shi-ching ist eine Analogie antiker Gedichte

Li-chi ist eine Abhandlung von Verhaltensgrundsätzen, einschließlich der Grundsätze für öffentliche und private Zeremonien. Zerstört wurde dieses Buch im 3. Jahrhundert vor Christus und der größte Teil ist in dem später entstandenen Buch der Sitten enthalten.

Chún-ch´iu ist das Werk, das von Konfuzius selbst verfasst wurde, so sagt man. Eine Chronik der wichtigsten historischen Ereignisse des feudalen China vom 8. Jahrhundert vor Christus bis zu seinem Tod im 5. Jahrhundert vor Christus.
 

Die Vier Bücher – Shih-shu

Shih-shu umfassen Sammlungen von Aussprüchen des Konfuzius und Mencius sowie Kommentare zu den Lehren, die von Anhängern verfasst wurden.

Lun-yü – Analekten ist die Sammlung konfuzianischer Maximen, die Fundamentbildung zu seiner moralischen und politischen Philosophie.

Ta-hsüeh – die große Lehre und

Chung-yung – die Lehre der rechten Mitte enthalten philosophische Äußerungen des MeistersKonfuzius, die von seinen Anhängern systematisch geordnet und mit Kommentaren und Erläuterung erweitert wurden. Das Buch des bedeutendste Schüler Konfuzius, Mencius findet sich in diesem Werk und enthält seine Lehren.

Konfuzianische Ethik enthält ein Schlüsselwort –Jen-. Jen wurde als „Liebe“, „Güte“, „Menschlichkeit“ und „Menschenliebe“ übersetzt. Eine hohe Tugend ist Jen und äußert sich in zwischenmenschlichen Beziehungen in chung oder der gegenseitigen Liebe bzw. der Aufrichtigkeit sich und anderen gegenüber. Weiterhin finden Jen Äußerung in shu, der Nächstenliebe wie Konfuzius sie beschreibt: „Was du willst, das man dir nicht tu’, das füg’ auch keinem andern zu.“

Derjenige der diese Tugenden und die Tugenden von Rechtschaffenheit, Sittlichkeit und Ehrfurcht des Sohnes vor dem Vater in sich vereint wird zum vollkommenen Edelmann, chün-tzu.

Konfuzius vertritt die politische Ansicht einer Regierungsform der Bevormundung durch einen gütigen Herrscher, der ehrbar ist. Die Untertanen sollten ehrbar und respektvoll sowie gehorsam sein. Moralische Vollkommenheit sei von dem Herrscher anzustreben, um den Menschen ein Vorbild zu sein.

Philosophie

Es entstanden zwei große konfuzianische Schulen nach dem Tode Konfuzius. Mencuis auch Meng Tzu genannte vertrat die eine Schule. Die andere Schule wurde von Xunzi vertreten.

Mencius führte die Lehre der konfuzianischen Ethik weiter und legte seine Betonung auf die angeborene Güte des Menschen. Seine Auffassung war, daß die ursprüngliche Güte im Menschen nur verloren gehen kann durch eigene zerstörerische Bestrebungen und schlechten Umgang. Das Geburtsrecht der Moral und die Güte gilt es zu pflegen, zu erhalten und wieder herzustellen.

Xunzi vertrat die gegensätzliche Auffassung von Mencius. Er sagte der Mensch sei von Geburt an schlecht und dies könne er durch moralische Erziehung verbessern. Er war der Meinung, daß man die Sehnsucht aufgrund von Sittlichkeitsregeln lenken bzw. unterdrücken sollte durch regelmäßige Beachtung der Sitten. Formen lasse sich die Sittlichkeit weiterhin durch den Einfluß der Musik. Die Auswirkung dieser Regel auf die Charakterbildung des Menschen beruht auf der richtigen Lenkung der Gefühle und deren Vermittlung von innerer Harmonie. Xunzi war der Hauptvertreter des konfuzianischen Ritualismus.

Während der Han-Dynastie (206 v. Chr. – 220 n. Chr.) konnte sich der Konfuzianismus einen festen Platz in dem intellektuellen und politischen Lebens Chinas sichern. Dieser Erfolg des Han-Konfuzianismus geht auf Tung Chung-shu zurück, der als erster ein Erziehungssystem aufgrund der Lehren von Konfuzius vorschlug. Er glaubte an einen engen Zusammenhang zwischen der Natur und den Menschen. Die Taten eines Menschen, vor allem jene Taten der Herrscher machte Tung Chung-shu in diesem Sinne, für ungewöhnliche Phänomene in der Natur verantwortlich. Herrschern wird z.B. der Ausbruch eines Feuers, Überschwemmungen, Erdbeben oder Sonnenfinsternis zur Last gelegt. Dies himmlischen Vorzeichen werden als die Warnung an die Menschheit verstanden und die Angst vor der himmlischen Strafe wird zum wirksamen Mittel, die uneingeschränkte Macht des Monarchen zu zügeln.

Nach dem Fall der Han-Dynastie kam es zu politischen Wirren und der Konfuzianismus wurde vom Taoismus und Buddhismus überschattet. Die klassischen Bücher des Konfuzius blieben jedoch weiterhin die Hauptquelle aus der das Wissen der Gelehrten geschöpft wird. 618-906 führt die Tang-Dynastie den Frieden und den Wohlstand wieder ein und so erfuhr auch schließlich die Verbreitung des Konfuzianismus einen neuen Aufschwung. Gleichfalls sicherte das Monopol an konfuzianischem Wissen den Gelehrten wieder die höchsten Positionen im Staat. Der Konfuzianismus hatte sich als Staatstheorie etabliert.

Worte des Konfuzius:

„In alten Zeiten lernte man, um sich selbst zu vervollkommnen; heute tut man es, um auf andere einen Eindruck zu machen.“

„Beim ersten Anzeichen von Ungnade gegen ihn erhebt sich der Edle und geht.“

„Das, worauf es im Leben ankommt, ist ehrenhafte Gesinnung. Hat er sich nicht, kann er von Glück sagen, wenn er durchkommt.“

„Nur die Weisesten und Dümmsten können sich nicht ändern.“

„Mit Frauen und einfachen Leuten ist schwer umzugehen. Ist man freundlich, werden sie respektlos, hält man Abstand, nehmen sie es übel.“






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