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T’ai Chi
 

Die alte chinesische Kunst der bewegenden Meditation, die zur Heilung und zum Ganzwerden führt ist T’ai Chi. Die ersten Lehren des T’ai Chi wurden 526-528 vor Christus von Ta Mo, aus Indien nach China gebracht. Einer der berühmten T’ai Chi Meister war Chang San Feng. Seine Lehre wird als der Grundstein des heute praktizierenden T’ai Chi betrachtet.
Wenn wir zu den Wurzeln des T’ai Chi zurückblicken landen wir im Taoismus (siehe hierzu Rubrik Taoismus). Lao Tse, kaiserlicher Archivar in China beschrieb in seinem Werk Tao Te King die Essenz der Lehre des T’ai Chi.
Für Lao Tse stellt die spirituelle Seinsebene des Lebens den Hauptpfeiler dar, während Kung-Tse die alltäglichen Verhaltensregeln hervorhob. In den moderenen europäischen Schulen bestehen die Grundsäulen des T’ai Chi aus dem Diagramm von YinYang, dem I Ging und der Lehre der Fünf Elemente.

T’ai Chi richtet die Konzentration auf das Universelle und aus dem Einssein mit Natur, Pflanzen und Tieren entstanden die fließenden Bewegungen der Lehre. T’ai Chi wird auch das Einssein aller ursprünglich zusammenwirkenden Kräfte genannt. Alle spirituell Interessierten kennen sicherlich die benannte Bewegung „Der Kranich öffnet die Flügel“. Elemente des T’ai Chi sind in Europa in vielen Meditationsschulen zuhause und finden sich auch in den modernen europäischen Kampfsportschulen wieder. Die unterschiedlichen Lehren der T’ai Chi Schulen in Europa richten sich mehr oder weniger nach der Tradition oder der Methodik.

Jede T’ai Chi Schule jedoch nutzt den Einstieg zu der Lehre über das Gesetz der Fünf Elemente . Die grundlegenden Bewegungen, die uns mit Erde, Feuer, Wasser, Holz (Luft) und Metall in Resonanz versetzen nennt man WU HSING, die Urform aller Formen des T’ai Chi. Machen wir einen kleinen Ausflug in die Gesetze der Fünf Elemente:

Die Verbindung zur Natur und ihre Bedeutung hat für die Chinesen eine Selbstverständlichkeit, der er sich bewusst darüber ist, dass die Natur ihn oberflächlich betrachtet ernährt. Die Selbstverständlichkeit ist weiterhin das leben mit den Elementen, abhängig von dem Jahreszeitenzyklus. Das Leben des traditionellen Chinesen geht mit der Gesetzesmäßigkeit des Universums einher. Sie würdigen und beachten den fließenden Wandel der Welt in der sie leben. Das Gesetz der Fünf Elemente meint das Beobachten, und Studieren der Elemente. Zu den Elementen werden, sich in sie hineindenken, fühlen und versenken. Die Natur des Menschen ist genau dem gleichen Wandel unterworfen wie die Natur. Das bedeutet, dass der Mensch in seinem Innern den Jahreszeitenzyklus ebenso durchlebt und die Elemente innerhalb des Zyklus stets auf ein Neues erschaffen werden.
Zu jeder Zeit ist also jedes Element gegenwärtig und die Notwendigkeit des Lebens. Im Frühjahr kommen die zarten Triebe hervor, im Sommer steht alles in Hochblüte im Herbst welkt das „Alte“ dahin im Winter bündeln sich die Kräfte tief im Innern. Für die Chinesen meint dieses Energiegesetz das wir Menschen ein Ebenbild des Universums sind, wir sind demnach die Elemente und auch die Jahreszeiten. Die Natur ist somit nicht nur außerhalb von uns, sondern in uns, zu jeder Zeit. Wir bewegen uns somit von Jahreszeit zu Jahreszeit in einem natürlichen und unendlichen Zyklus allen Lebens.

Alles Denken, alle Worte, alle Werke entstehen in Einklang mit der Natur. Wohlbefinden ist in der Denkweise der Chinesen nichts anderes als den Gesetzesmäßigkeiten zu folgen, die der Lebensenergie der Natur entspringen.

Chi-Energie ist die Bezeichnung der Chinesen für Lebensenergie. Die Lebensenergie steht im Vergleich mit den Meeren, Flüssen, Seen, Bächer, Ozeanen, Strömen der Erde. Diese Lebenskraft fließt durch miteinander im Verbund stehenden Bahnen, den Meridianen. Alles Lebendige verfügt über diese Energie und sie spricht aus jedem Aspekt des Lebens.
Durch Chi leben die Menschen, atmen die Menschen und funktionieren alle Prozesse des Lebens in Rhythmus und Harmonie. Chi bewirkt das Zusammenhalten von Körper, Geist und Seele. Die Grundlage des Lebens, Chi, genießt die Ehrfurcht der Chinesen. Gerät diese Energie durcheinander, dann entstehen Krankheiten.
Diese kostbare Energie also, ruft alle Menschen zu einer Lebensweise auf, die sie erhält und bewahrt. Die Weisen der alten Schriften, die von dem Geheimnis des Lebens berichten wussten um diese kostbare Lebenskraft und folgten diesem Weg des Lebensgesetz. Das Gesetz wird auch „Der Weg“ genannt oder das Tao und ist als „die Ruhe im Zentrum aller Unruhen“ bezeichnet worden. Das Leben der Weisen bestand somit nicht aus purer Askese sondern es hatte das harmonische Zusammenspiel aller Sinne zum Ziele. Entbehrungen im Extrem sowie Ausschweifungen wurden gelassen. Die Reinheit des Lebens, die Unversehrtheit war der Mittelpunkt des Lebens und deckte alle Aspekte des Alltäglichen ab: Ernährung, Bewegung, Denken, Worte, Selbsterkenntnis, Leben im Einklang mit der Natur.

LaoTse sagt in seinem Werk "Tao te king" dazu:

Das Tao ist wie eine leere Schale,
die, indem sie gebraucht wird, niemals
vollgefüllt werden kann.
Bodenlos, scheit es die Quelle
Aller Dinge zu sein.
Es stumpft ab alle scharfen Kanten,
es entknotet alle Knäuel,
es bringt in Einklang alles Licht,
es eint die Welt zu einem Ganzen.
Verborgen in den tiefen,
scheint es doch ewig zu existieren.
Ich weiß nicht, wessen Kind es ist;
Es scheint der gemeinsame Verwandte von
Allen zu sein, der Vater der Dinge.

So erkennen wir den Wurzelstrang von T’ai Chi im Taoismus: Chi-die Lebenskraft aller Dinge des Lebens und Tao-der Weg um die Reinheit und Unversehrtheit der Energie in Harmonie zu halten.

Über diese Lebensenergie sprechen die Chinesen in der Bedeutung von YinYang als EINS, wovon das eine in dem EINEN mal mehr oder weniger sichtbar oder spürbar ist. Yin-das Weibliche, Yang-das Männliche wobei das Yin auch immer im Yang enthalten ist YANGyin und umgekehrt YINyang. (In der Nacht erleben wir nicht gleichzeitig auch den Tag und doch geht die Nacht aus dem Tag hervor und umgekehrt.)YinYang beschreibt die zyklischen Wandlungsphasen, dass alles im Leben übereinstimmend geschieht, ineinander übergeht und das eine aus dem andere hervorgeht. So wie die Morgendämmerung den Übergang von Yang – Tag aus Yin beschreibt und umgekehrt. So unterliegen auch die Elemente diesen Wandlungsphasen und die Gesundheit des Menschen ist das harmonische , ausgeglichene und rhythmische Wechselspiel dieser Elemente, getragen von Chi, der Lebensenergie die sich in YinYang zeigt.

Wir Menschen sind also YinYang, Erde, Feuer, Wasser, Holz(Luft) und Metall. Jedes unserer Organe ist den Elemente zugeordnet und die gesamte natürliche Palette von Tönen, Farben, Gerüche, Zahlen, Geschmack, Gefühle, persönliche Fähigkeiten, Tageszeiten, Jahreszeiten, Mondphasen, Planetenkonstellationen bilden die Vielfalt des Gesetzes der Fünf Elemente. So wie die Organe entsprechen auch die Meridiane jeweils einem Element.

Holz erzeugt Feuer,
Feuer erzeigt Erde,
Erde erzeugt Metall
Metall erzeugt Wasser
Wasser erzeugt Holz.

Feuer entsteht in der Natur durch Holzverbrennung. Aus der Feuchtigkeit und dem Regen entsteht Holz. Metall ist wie Wasser im flüssigen Zustand und im festen Zustand dient es zur Gestaltung der Berge und der Flussbette und entsteht durch die Verdichtung im Innern der Erde. Die Asche des Feuers und die Verwesung, durch die Sonne bewirkt(Feuer) lässt Erde entstehen. So wird das Holz aus den Wäldern geholt um Feuer zu erzeugen, das Wasser der Erde dient zur Wässerung dieser Bäume und aus dem Metall der Welt entstehen die Mineralien, die das Wasser bilden. Aus dem Gestein der Erde entstehen wiederum Mineralien, die das Metall bilden. Und aus der Asche, das Produkt des Feuers entsteht die Erde, die das Leben spendet. Jedes Element wird von einem anderen erzeugt und erzeugt selbst ein anderes. Keines der Elemente ist wichtiger oder besser als ein anderes.

Die polaren Kräfte von Yin und Yang, die aus dem EINEN sich gebildet haben werfen die acht Urbilder ab, die dem I Ging zugrunde liegen. Diese acht Urbilder gehen aus dem ursprünglichen YinYang Paar hervor, dass zweifach kombiniert (YinYang YangYin vier Kraftphasen hervorbringt. Auf den dreidimensionalen Menschen/Körper,Geist,Seele übertragen entstehen dann die acht Urbilder die das fundamentale universelle Prinzip unseres Leben beherrschen. Das Bild ist das eines Sternes, der in acht Richtungen ausstrahlt und aus vier „Linien“ besteht. Jede einzelne Linie stellt einen polaren Kraftstrahl dar, der mit der auf der Achse gegenüberliegenden Kraft in Beziehung steht.

Oben : Himmel /Süden
Unten: Erde /Norden
Links gerade: Feuer /Osten
Rechts gerade: Wasser/Westen
Linksoben: Berg und See/Bergsee/Südosten
Rechtunten: Berg/Nordwest
Rechtsoben: Wind /Südwest
Linksunten: Donner/ Nordost

Wie kommt das zustande?

Das höchste Prinzip ist der Himmel findet seine Entsprechung in dem empfangenden Gegenpol der Erde.

Das ist die Hauptachse, die Senkrechte.

Die Erde beherbergt das Kräftepaar von Feuer für Licht und Wärme , nach oben strebend und das Wasser für das Dunkle und Kalte , das der Schwerkraft zufolge nach unten folgt.

Das aufwühlende Prinzip des Donners, die sich plötzlich entladene Energie oder die Energie, die Stille durchbricht und zu Aufbruch und Wachstum bewegt. Der Wind (Holz) die Energie des höheren Bewusstseins, die in sich Mitgefühl und Liebe trägt.

Der Berg und der Bergsee als sich ergänzende Prinzipien. Der Berg ist eine Ausdruckskraft die Form angenommen hat und Widerstand und Festigkeit in sich trägt, die Energie von Ruhe und Stillehalten vermittelt und der Bergsee die Energie des Lebens im Entstehen in sich trägt. Die Wandelbarkeit und Transparenz als Energie für Reflexionen. (Literaturhinweise: Die Grundlagen der chinesischen Medizin, Giovanni Maciocia und I Ging , das Buch der Wandlungen, Christopher Markert).

Gemeinsam bilden die Fünf Elemente, wie bereits erwähnt ein harmonisches Ganzes. Auf seine ganz eigene Weise trägt jedes Element zum Fließen des Ganzen bei. Gerät ein Element in Verkümmerung oder wird es energetisch zu stark, erhält das ganze System eine Schwächung und fällt aus der harmonischen Mitte.

Zwei grundlegende Beziehungsmuster kennzeichnen den inneren Fluß der Fünf Elemente:

1. Mutter-Sohn-Gesetz/ der Zyklus der Erzeugung (Sheng)
Hier sind die Elemente so angeordnet, dass das Element der Mutter die Energie immer an ihren Sohn weitergibt. Der Sohn übernimmt wiederum die Mutterschaft für das nächstfolgende Element. So wird jedes Element zur Mutter und zum Sohn. Feuer erzeugt Erde, diese erzeugt Metall usw. Gerät nun ein Mutterelement in Schwäche hat dies zur Folge, dass das Element des Sohnes seinerseits auch geschwächt wird, da die Mutter den Sohn nicht ausreichend versorgt Die Schwäche des Sohnes hat zur Folge, dass er sich von der Mutter mehr Substanz holt. Hat der Sohn zuviel Energie dann, versucht er diese der Mutter zurückzugeben, so dass die Energie der Mutter ebenfalls in den Stau gerät.
2. Kontroll-Zyklus/Zyklus der Zerstörung (Ko)
Ist der Prozeß, indem die Elemente untereinander an die Grenzen gebracht werden um sich darüber wieder auszugleichen. Wird ein Element zu dominant, wirkt das dementsprechend kontrollierende Element auf die Dominanz ein und leitet die überschüssige Energie ab. Das kontrollierte Element empfindet eine Ehrfurcht vor dem kontrollierenden Element und wird von daher sinnbildlich auch als die Großmutter-Neffe-Beziehung ausgedrückt. Die Erde beherrscht das Wasser, das Wasser löscht das Feuer, Feuer zerstört Metall, Metall(Axt) verletzt den Baum (Holz, Luft). Die Wurzeln des Baumes verdrängen die Erde. ....

T’ai Chi eine bewegende Meditation, dem die Gnade des Strebens zum Ausgleich und zur Harmonisierung der Fünf Elemente zugrunde liegt. Die Urkräfte von Yin und Yang bringen sich während T’ai Chi durch das tiefgehende Entspannungsgefühl zum Ausdruck und lenken gleichzeitig die Konzentration auf den einen Punkt des inneren Ausgleichs. Ein wundervolles Erlebnis das durch die Erfahrung in das EINE sich fließend bewegt. 

 





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