|  Home |  Gutschein |  BuchShop |  Gästebuch |  Kontakt |  Kalender
 






Sie befinden sich hier:  Startseite / Wichtige Denker

Wichtige Denker

Friedrich Nietzsche „Gott ist tot“, hingegen fordert auf den eigenen freien Willen zu bejahen. Für ihn bedeutet das Leben den Willen zur Macht und befindet die christliche Moral für einen Irrtum. Der Übermensch ist sein Fernziel, der völlig losgelöst von überholter Moral ist und sich frei und eigen behauptet.
John Mill

John Stuart Mill knüpft wieder an dem Empirismus an und stellt seine Moralphilosophie in das Zeichen des Utilitarismus: Handlungen sind gut, wenn sie das Glück möglichst vieler fördern. Mill ist ein Verteidiger der individuellen Freiheit gegen die Staatsmacht.
 

Karl Marx vertritt wie Hegel die eine Logik der Geschichte. Ökonomie ist für ihn die treibende Kraft von Entwicklung. Er besagt das Geschichte die Geschichte der Auseinandersetzung derer ist, die Produktionsmittel besitzen und derer, die keine haben. Der Klassenkampf. Die Arbeiterklasse wird aufgerufen diesen Zustand durch eine Revolution zu beenden und eine klassenlose Gesellschaft erschaffen.

Jean-Jaques Rousseau (1712-1778)
Ein Schweizer, der aus Genf stammt, betete das Gefühl an, war ein Schwärmer der Natur und hegte eine Feindseligkeit gegen die Gesellschaft und ihre Konventionen. Seine besondere Stellung, die er sich selbst auferlegte, war die des verfolgten Außenseiters.
Rousseau bekannt als der Inspirator der Französischen Revolution und der Romantik schuf eine revolutionäre Philosophie, die um einen großen Gegensatz herumkonstelliert ist: Gut ist die Natur, schlecht ist die Gesellschaft.
Auf der Seite der Natur gehört alles, was nicht künstlich, sondern echt ist: das Gefühl, die Echtheit, die Ehrlichkeit, die Unwillkürlichkeit, das Landleben, die Spontanität, die Naturvölker, die Wilden und das naturbelassene Kind. Das höchste Gut ist die eigene Authentizität.
Auf der Seite der schlechten Gesellschaft findet man die Konventionen, die Verstellung, die Mode, die Höflichkeit, die Maske, das Theater, die Eleganz, die Liebenswürdigkeit, die Institutionen und das Zurückstellen der eigenen Gefühle um die Mitmenschen zu schonen. Aus dieser Perspektive heraus entwickelte Rousseau in seinen Schriften Emile und La Nouvelle Héloise auch ein neues Erziehungskonzept, bei der die natürliche Entwicklung des Kindes den Mittelpunkt bestimmt. Interessant ist, das er seine eigenen Kinder, während des Schreibens dieser Bücher, im Waisenhaus unterbrachte. In seiner Gesellschaftstheorie beginnt er wie Hobbes und Locke auch mit dem Verzeichnis des Gesellschaftsvertrages. Der einzelne verzichtet auf seine Rechte zugunsten der Gemeinschaft. Rousseaus höchstes Gut ist die Volkssouveränität, die sich in der volonté générale, einer Art objektivem Gesamtinteresse ausdrückt. In der Revolution ist diese Betonung zur Rechtfertigung des Terrors der Gemeinschaft dienlich.
Rousseau die Stilisierung der einsamen Seele und des aufrechten Rebellen in der Verfolgung beeinflusste die Geschichtsphilosophie Herders, die Pädagogik Pestalozzis, die Ethnologie der Naturvölker, die gesamte Literatur der Romantik mit ihrem Kult des Gefühls und die Nationalökonomie der Physikraten, die die Landwirtschaft betonten. Rousseau verschaffte den Deutschen die Möglichkeit, sich gegenüber der den Franzosen als Träger einer authentischen Kultur der Innerlichkeit zu behaupten

Immanuel Kant (1742-1804)
Kants Fragestellung bezog sich nicht mehr auf die Realität und wie der Verstand sie richtig abbilden könne. Er blickte direkt auf den Verstand und stellte sich die Frage, wie die Erkenntnis vor aller Erfahrung aussehen müsse.

Dadurch entstehen die von ihm entdeckten Ebenen der Logik in ihrer Staffelung: Der Verstand gehört nicht zur Erfahrungswelt, die er dann erkennt, er bringt die Welt erst zum Vorschein durch die Bilder die er kreiert. Der Verstand ist nicht Teil der Welt, sondern ihr Ursprung, er ist nicht empirisch, sondern transzendental; er gibt der empirischen Welt vor, wie sie zu sein habe.
Die Kategorien, wie Kausalität z.B. sind nicht Teil der Welt, sondern Bestandteil der eigenen Erkenntnismatrix.
Aus dieser einmal umgedrehten Blickrichtung durch Kant, beantwortet er die Frage, wie es der Verstand schafft, die Vielfalt der Erfahrung in eine Einheit zu bringen. Er findet die Einheit nicht in der Welt, sondern bringt sie mit. Wie die Welt an sich ist können wir nicht wissen. Dies nennt Kant „das Ding an sich.“ Das was wir erkennen, erkennen wir mit Notwendigkeit nur über die Einheit stiftende Kraft des Verstandes.

Transzendental verwendet Kant als Gegenbegriff zu empirisch (Erfahrungsbezogen). Unter transzendental fällt für ihn alles, was sicht nicht auf die Realität, sondern auf die Bedingungen der Möglichkeit der Erkenntnis bezieht. Die Philosophie die er in die Welt bringt ist die Transzendental-Philosophie. Eine kritische Philosophie da sie die Erkennbarkeit der Welt an die Bedingungen des Verstandes bindet und dadurch begrenzt. In seinen drei Hauptschriften:
Kritik der reinen Vernunft (Bedingungen der Erkenntnis)
Kritik der praktischen Vernunft (Thema der Moral)
Kritik der Urteilskraft (Ästhetik und höhere Zwecke)
Beantwortet der die drei großen Fragen:
Was kann ich wissen?
Was soll ich tun?
Was kann ich hoffen?

Kant versteht seine kritischen Thesen als Therapie des eigenen Verstandes, der sich noch nicht als transzendental durchschaut hat und sich deshalb nicht selbst von der Welt, die er konstruiert unterscheidet.

Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770 – 1831)
Hegels erster philosophischer Höhepunkt findet sich in seiner „Phänomenologie des Geistes“ wieder. Im Mittelpunkt seiner Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften, in dem er die tradierte aristotelische Metaphysik, die modernen naturwissenschaftlichen Methoden, das moderne Naturrecht(Locke und Hobbes) und die Theorie der bürgerlichen Gesellschaft zum Ausgleich zu bringen versucht, steht das Absolute, der Weltgeist, in seinen verschiedenen Ausgestaltungen. In seinen beiden Bänden: „Wissenschaft der Logik“ (1812-1816) stellt Hegel das Absolute im Zustande des „An-sich-Seins“ in seiner abstrakt – logischen Form dar. Zuerst erscheint der Geist als Ding „an sich“, dann entdeckt sich das Bewusstsein selbst, und der geist erscheint in der Form „für sich“. Und schließlich erscheint der Geist in der geschichtsphilosphischen Synthese „an und für sich“. Diesen Ausdruck prägte Hegel. Weltgeschichte ist demnach der notwendig fortschreitende Prozess des absoluten Geistes, in welchem er sich seiner Freiheit bewusst wird. Als subjektiver Geist konkretisiert sich das Absolute im menschlichen Individuum, als objektiver Geist in Familie, Gesellschaft, Staat, als absoluter Geist in Kunst, Religion und Philosophie.
Eine Synthese in der beide Seiten des Widerspruchs im dreifachen Sinne aufgehoben werden. Negiert, bewahrt um auf eine höhere Ebene gehoben zu werden. Die Widersprüche wurden relativiert, kontextualisiert, entschärft und in Erfahrung verwandelt. Das Neue, welches als Synthese daraus resultiert wird wieder einer Ausgangspunkt. Dieses Prinzip tauft Hegel Dialektik. Banal betrachtet ist es wie ein Boxkampf : Nach jeder Runde scheiden beide Gegner aus, der Schiedsrichter muß in der nächsten Runde gegen einen neuen Gegner antreten und so weiter.

Die Bewegung in der Dialektik läuft immer vom Bewusstsein zum Selbstbewusstsein zum absoluten Wissen.
Das naive Bewusstsein projiziert seine eigen Zerrissenheit in die Welt und unterscheidet in ihr zwischen Diesseits und Jenseits (Religion im Mittelalter). Als nächstes nimmt es als Selbstbewusstsein die historische Gestalt der Aufklärung an; rationale Antithese zur religiösen Einstellung im Mittelalter. Die Synthese jedoch ist erst gefunden, wenn sich die Vernunft in der äußeren Welt selbst die Gesetze gibt und sich realisiert. Diese Synthese wird jetzt zur neuen These dem Gefühl nach – entsprungen aus dem Eigendünkel – die Welt verbessern möchte.

Hegel verbindet mit diesem Entwurf Geschichte und Philosophie in der Form des Romans. So wie das transzendentale Ich nicht mehr Teil der empirischen Welt ist, sondern ihr Ursprung (Kant), zeiht sich auch der Erzähler aus der Romanwelt zurück, um das Geschehen aus der Perspektive des Helden erzählen zu können. Hegel fasst die Differenz zwischen dem beschränkten „Zeitgeist“ und dem, was ihm entgeht, als dialektischen Widerspruch beim Schopfe und führt den Weltgeist über eine Serie von dialektischen Krisen zur Einsicht in die eigene Geschichte. Nun sind die Menschen von Hegel zu Romanfiguren bestimmt worden. Sie hatten nun eine rolle in der Weltgeschichte3 und konnten sich als Hebammen des Geistes zeigen. Entgegenstellen der Geschichte endete mit Zerstörung. Das alles beherrschende Realitätsmodell wird zum Denken Europas dank Hegel: die Geschichte. Von da an gab es nur einen Kampf : um die Interpretation der Geschichte.
Die Philosophie Hegels breitete sich insbesondere in Deutschland und Russland aus, wo die Intellektuellen kaum die Möglichkeiten besaßen praktische Erfahrungen mit der Politik sammeln zu können. Die Wirklichkeit wurde leicht mit einem Roman verwechselt. Interessanterweise wurden im 19. Jahrhundert in Deutschland kaum Romane hervorgebracht – im Vergleich zu anderen westlichen Ländern. Das Feld war besetzt von einem großen Roman : die Geschichte. Der eifrigste Leser dieses Romans von Hegel war:

Karl Marx (1818-1883)

Karl Marx übernimmt das gesamte Dialektik-Hegelmodell als treibende Kraft der Geschichte und dreht es einmal herum: „vom Kopf auf die Füße“ wie er sagte. Die Realität ist für ihn nicht geistiger Natur, sondern materieller Natur. Die Wirtschaftsverfassung ist für Marx entscheidet als Form einer Kultur. Der dialektische Widerspruch ist nicht zwischen Bewusstsein und Selbstbewusstsein, laut Marx, sondern zwischen Produktionsbedingungen und der ungleichen Verfügungsmacht über die Produktionsmittel – zwischen Arbeit und Besitzverhältnissen. Ein Widerspruch der zur Klassenaufteilung unter den Menschen führt. Der Motor der Geschichte bei Marx ist der Klassenkampf. Marx bezieht sich dann doch wieder auf Hegel indem er den Widerspruch zwischen dem bloßen Bewusstsein und dem Selbstbewusstsein einer Klasse differiert: Das Klassenbewusstsein. Die Französische Revolution hatte Marx mit Faszination ausgestattet. Aus den Widersprüchen der Feudalgesellschaft entstanden, erhebt sie sich zu einem Modell dessen, was man erwarten kann, wenn die Widersprüche des Kapitalismus die Klassengegensätze auf die Spitze getrieben haben. Dieser Fall tritt dann ein, wenn die verarmten Massen von Proletariern weniger Kapitalisten gegenüberstehen, die sich die ganze Verfügungsmacht an den Mittel der Produktion durch Übervorteilung der Arbeiter zueigen machten. Übervorteilung oder Ausbeutung, wie Marx es nennt ist es deshalb, weil die Kapitalisten den Arbeitern nicht den Gegenwert ihrer Leistung, sondern nur ein Existenzminimum zahlten und den sogenannten Mehrwert als ihren Profit einbehalten. Dies kann Standhalten unter den nebulösen Ideologien : „objektive Gesetze des Marktes“; und die Sinnverwirrung von Geld. Der Preis einer Ware wirkt wie ihr objektiver Wert. Die Wirklichkeit ist jeder die Verdeckung für ungerechte Besitzverhältnisse. Die oberste Aufgabe der Marxisten besteht in der Zerstörung des ideologischen Scheins. Eine Ideologie ist daran zu erkennen, dass die Kapitalisten ihr Klasseninteresse als Interesse der Gesamtgesellschaft verbreite. Die Schule der Demaskierung ist der Marxismus: Wer dagegen ist, ist ein Klassenfeind oder ideologisch verblendet.
 

Arthur Schopenhauer (1788 – 1860)

Schopenhauer bringt Hegel zu Grabe mithilfe von Hobbes und Buddha. Kants Feststellung, dass die Welt nur in Übereinstimmung mit unseren Kategorien erkennbar und „das Ding an sich“ selbst unerkennbar ist, wird auch sein Ausgangspunkt. „Die Welt ist uns nur in form unserer illusionären vorstellung gegeben, mit einer Ausnahme: das eigene Ich“ war Descartes Philosophie, die Schopenhauer als die Richtige erkannte. Das eigene Ich ist dem Menschen auch als Ding an sich gegeben. ER kennt es von außen und von innen. Das Wesen vom Ich ist der Wille zum Leben. Das Ich als Subjekt ist der Wille, das Ich als Objekt seiner eigenen Betrachtung ist die Vorstellung. Diese Betrachtung Schopenhauers braucht sein Hauptwerk: „Die Welt als Wille und Vorstellung“ in die Welt. Was für das Ich gilt, gilt für die gesamte Realität: hinter ihrer Außenseite als Vorstellung ist die Realität Wille. Die Materie, der Körper sind Objektivierungen des Willens.
Hobbes nennt den Willen als eine Variante des Selbsterhaltungstriebes. Dieser Trieb sei unersättlich, grundlos, blind und offenbart sich in den unterschiedlichsten Formen, von Magnetismus über organische Stoffwechselprozesse bis zum Bewusstsein, und er hat nur sich selbst zum Ziel.
Schopenhauer folgt Hobbes und entdeckt: Wille ist Begierde und Begierde ist unersättlich. Dies gleicht einem Kinderhemdchen: kurz und befleckt. An diesem Punkt findet die Verwandlung Schopenhauers in Hobbes schwarzer Anthropologie (Auffassung vom Menschen) statt. Der Leidensweg der Unlust ist das Leben an sich, indem man nur die Wahl zwischen Angst und Sorge hat. Nur zwei Wege führen aus dem Jammertal heraus:
- interesselose Betrachtung der Kunst (Schopenhauer trifft auf Kant: Kunst stelle die Begierde ruhig. Der illusionäre Schleier wird von der Kunst beiseite gezogen und der Wille enthüllt sich als überindividuelles Prinzip hinter den Einzeldingen.
- Verneinung und Abtötung des Willens. Der Wille als Wesen der Realität bringt die Erlösung im Nirwana als Ziel auf. Schopenhauer trifft hier auf Buddha und der Philosophie des Buddhismus. An diesem Punkt trägt Schopenhauer Hegels Geschichtsoptimismus zu Grabe: Schopenhauer sieht hinter den Erscheinungsformen nur den bewußtslosen Leidenstrieb anstatt die sich steigernden Formen des Bewusstseins. Statt immer Neues sieht er immer das gleiche, statt Geschichte sieht er das Leben und statt Hebammen bei der Geschichte empfiehlt er die Henker.
 

Friedrich Nitzsche (1844 – 1900)
 

Zweifellos war Nitzsche der Auffälligste unter den Philosophen. Anstatt seine Gedanken systematisch zu entfalten brachte er sie statt dessen in die poetischen Formen des Aphorismus, der seherischen Prophetie, des Bekenntnisses oder des lyrischen Gedichts. Durch Widersprüchlichkeiten und Paradoxien verabschiedete er sich von der Normalphilosophie. Für entgegengesetzte Positionen sollte Nitzsches Philosophie eingesetzt werden. Sein Paradox findet eine klare Erläuterung mit Betrachtung auf das Geschichtskonzept: „Zeitgeist“ von Hegel. Weiß man mithilfe Hegels Philosophie um den eigenen Zeitgeist, kann man auch gegen ihn Stellung beziehen und steigt aus der Geschichte aus. Nach dem Ende des Christentums wurde Geschichte jedoch zum umfassendsten Sinnschema überhaupt. In Falle Nitzsches Paradoxon heißt das aus dem Sinn überhaupt auszusteigen. In dem Augenblick in dem der Mensch die Tröstungen einer äußeren Sinngebung aufgibt, hat er an wahrhaft aristokratischer Struktur gewonnen. Gefangen in einer durch das Christentum Welt-Sklavenmoral wird der Mensch nach dem Tode Gottes selbst zum Gott – zum Übermenschen. Erst dadurch gewinnt er wieder an vorchristlicher Leichtigkeit der Griechen, die in der Tragödie das Paradoxon nachvollzogen, an dem Nietzsche den Übermenschen erkennt: ein uneingeschränktes Ja aus Freiheit zu dem was notwendigerweise geschehen muß, einschließlich von Leid und Tod. An dieser Stelle findet die Fusionierung des Reichs der Notwendigkeit und der Kausalität mit dem freien Willen. Aus dieser Haltung heraus kann leicht auf den Sinn der Geschichte verzichtet werden, vom Zwang des Zeitgeistes befreit werden und die Geschichte illusionslos durchschauen als das, was sie ist: die ewige Wiederkehr des Gleichen. Nietzsche versteht es so die jüdisch-christlichen Anteile der europäischen Kultur zu bekämpfen, um die griechischen Ursprünge einer aristokratisch-ästhetischen Lebenshaltung aufzuzeigen. Aus dieser Distanz heraus wird er zu einem hellsichtigen Zeitdiagnostiker einer Epoche, die sich mit ihren Illusionen die Einsicht im eignen Nihilismus versagt.
Nieztsche selbst hat etwas von einem Dekadenten und lebt wie ein Dandy im Mix von Leben und Stil. Seine Wirkung ist exaltiert und hysterisch. Er fühlt sich als Künstler und endet im Wahnsinn aus dem heraus er seine Briefe mit „Dionysos“ oder „der Gekreuzigte“ unterschreibt.
 

Martin Heidegger (1889 – 1976)
 

Martin HeideggerDie Philosophie hat sich seit Platon in zwei Bühnen unterteilt: auf der vorderen Bühne die Erscheinungen, auf der hinteren Bühne die eigentliche Realität. Kant brachte diese Unterteilung in die Umkehr und in die Differenz zwischen transzendental und empirisch. Dadurch wurde der Verstand des Menschen auf die Hinterbühne versetzt, von der aus das Schauspiel der Erfahrung inszeniert wurde.

Die Erbsünde der Philosophie nennt Heidegger die platonische Teilung in Vorder- und Hinterbühne und erklärt das es hinter dem Schauspiel der Erscheinung keine Hinterbühne gibt. Es gibt eine transzendentale Struktur, die für die Organisation des menschlichen Verständnis von der Welt einschließlich der Wissenschaft und Philosophie zuständig ist und der das gesamte Denken vorausliegt: Die Form der konkreten Existenz. Diese transzendentale Struktur nennt Heidegger das SEIN. Ihm geht es um die Mehrdimensionalität menschlicher Grundbefindlichkeit mit der Erfahrung der Ich-hier-jetzt-Struktur des eigenen Körpers. Diese Struktur ist der Ursprung, aus dem alle höheren Kategorien wie Subjekt und Objekt etc. abgeleitet sind.
Nur auf der Basis der Struktur kann es überhaupt so etwas wie gegenständliche Erfahrung geben, über die ein Mensch Aussagen machen kann. „Seiendes“ nennt Heidegger diese Objekte. Wissenschaft und Philosophie behandelten bislang nur Gegenstände, die unter die Kategorie „Seiendes“ fallen, spricht Heidegger und möchte vom Sein als der Struktur sprechen, die die Wissenschaft erst möglich macht. Heidegger erfindet eine bizarre Sprache, mit der er ein Signal dafür setzt, dass die Normalbegriffe in dieser Sphäre keine Geltung haben.
„Dasein“ ersetzt Heidegger für menschliche Existenz und schreibt dann Sätze wie „Das Dasein ist ein Seiendes...“ dem es in „in seinem Sein um dieses Sein selbst geht“. Übersetzt in die Normalbegrifflichkeit könnte daraus folgendes entstehen: Die Existenz des Menschen ist eine Weise, die ihm die Existenz selbst zum Problem werden lässt.
Heidegger definiert die Existenz als „Sein zum Seinkönnen“ und stößt in dieser Dehnbarkeit an eine Grenze: den Tod. An der Vorwegnahme des Todes erfährt er die Existenz als Endlichkeit.
An diesem Punkt prägt Heidegger das Wesen der Menschen mit Blick auf die Sanduhr der Zeitlichkeit: Oben ist die Zukunft, aus dieser erhalten die Menschen die Möglichkeiten, die es zu ergreifen gilt, unten ist die Vergangenheit, die sich durch einen Engpaß in die Gegenwart presst. Heidegger setzt Existenz und Zeitlichkeit gleich und nennt sein Hauptwerk: Sein und Zeit.
Seine Sprache ist eine spezielle und gibt vielen Rätsel. Es hat jedoch eine starke Wirkung gezeigt und das Lebensgefühl in der Zeit der Weltkriege beschrieben.






Funny - Gallery
Gymnastik - Galerie
Yoga - Galerie

Witzige Bilder - ...
Ein Desktopspiel,...
Zum Valentinstag ...
Hiebe für Diebe: ...
BSE live hörbar g...

unisein